um Millimeter. Hier geht es

Der Generalplaner unter den Generalplanern:
OTTAWA Ingenieure

Vielseitig muss man können. Wir sind OTTAWA Ingenieure. Generalplanung von uns heißt für Sie: ein messbarer Erfolg für Ihr Projekt. Unsere Architekten und Ingenieure planen und überwachen die Ausführung Ihrer Baumaßnahmen mit allen Leistungen aus einer Hand. Das bedeutet für Sie als Bauherr:

erhöhter Instandhaltungsdruck durch ein stark wachsendes Verkehrsaufkommen auf der Schiene

langfristige Sicherung der Verfügbarkeit der DB Regio-Flotte über eine Erweiterung der Kapazität

Minimierung der Ausfallzeiten und Sicherung der Betriebsbereitschaft durch Schaffung einer technischen Redundanz

Erhöhung der Wirtschaftlichkeit durch Erweiterung der präventiven, zyklischen Radsatzprofilierung im laufenden Betrieb

Die Anlage

Die Werkstatthalle ist über die Gleise 63 und 64 befahrbar. Unter dem Gleis 63 ist die bestehende URD eingebaut. Aus dieser Ausgangslage ergab sich folgende Konsequenz: Eine Verdopplung der Kapazitäten ist nur möglich durch den parallelen Einbau einer zweiten Unterflurradsatzdrehbank neben der bestehenden URD. Hinzu kommt: Aufgrund der hohen Kräfte und Präzisionsanforderungen benötigt eine URD eine hochkomplexe Einbaufläche und Fundamentstruktur. Die gesamte Anlage muss in eine tiefe Stahlbeton-Arbeitsgrube mit einer hohen Tragfähigkeit integriert werden.

Die Herausforderungen

Bei einer parallelen Anordnung auf dem Nebengleis stand insbesondere die Erweiterung der Tiefgruben sowie die Aufrechterhaltung des Betriebs auf der bestehenden Anlage während der Bauzeit im Fokus. Das bedeutete für OTTAWA: Planung eines logistischen und statischen Sicherheitskonzeptes, dass die Radsatz-Instandhaltung der bestehenden URD trotz Großbaustelle ungehindert weiterlaufen lässt.

Wesentliche Aspekte bei der Planung
  • Geotechnik und Baugrubensicherung
  • Gleisgeometrie und Hallenlogistik
  • Tragwerk und Schwingungsentkopplung
  • TGA
Wesentliche baubetriebliche Konsequenzen
  • Logistische Teilung der Halle
  • Erweiterung im Bestand
  • Erschütterungsschutz für die URD 1
  • Staub- und Emissionsschutz

Maximale Stabilität und präzise Vorbereitung

Aufgrund der geringen Abstände zu vorhandenen Hallen- und Maschinenfundamenten wurde zur Baugrubensicherung eine Bohrpfahlwand geplant und hergestellt. Für eine exakte Bestandsaufnahme wurde die Halle mittels 3D-Laserscanning erfasst. Die gewonnenen Daten bildeten die Grundlage für die BIM-basierte Planung und ermöglichten eine effiziente Projektbearbeitung.

Die Basis: 3D Laserscanning und BIM

Um das hohe Risiko an den Bestandsgleisen zu minimieren, wurden 3D Laserscanning und BIM zur Ermittlung der notwendigen Projektdaten eingesetzt. So wurde die 3D-Geometrie für die Vorbemerkung genutzt (Scan-to-BIM). Ein hochauflösender Scan war unverzichtbar, weil die bestehende Grube (für Gleis 64) im laufenden Betrieb deutlich vergrößert und vertieft werden musste. Gleichzeitig lieferte der 3D Laserscan die relevanten Daten für die Kubatur der Halle, um Höhe und Position des Kranes zu bestimmen.

3D-Scanning der Grube

Für den Grubenaushub im Bestand standen insbesondere folgende Faktoren im Mittelpunkt:

  • Geotechnik und Baugrubensicherung
  • Gleisgeometrie und Hallenlogistik
  • Tragwerk und Schwingungsentkopplung
  • TGA

BIM-Anwendung

BIM wurde durch OTTAWA in der Generalplanung sowohl zur Risikominimierung wie auch zur disziplinübergreifenden Integration eingesetzt:

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke: geometrische Abmessungen für die Vergrößerung und Vertiefung der Grube
  • Tragwerksplanung: statisches Zusammenwirken des neuen Fundaments mit der Bestandsstruktur
  • TGA (Elektro): Trassenführung der erweiterten Hochstromversorgung für die parallel laufenden Großdrehbänke

Schnittstelle Hallenkran-Konstruktion

Zur Einbringung der schweren Drehbankkomponenten, zum Abladen der einzelnen Drehgestelle sowie sowie zur Erweiterung der Instandhaltungsmöglichkeiten bei Dachkomponenten für Triebzüge (z. B. Stromabnehmer, Klimaanlagen) wurde eine leistungsstarke Krananlage für beide Gleise in die Planung integriert. Der hierbei eigesetzte Brückenkran stellte weitere Anforderungen an die Tragwerksplanung (hohe statische Zusatzlasten für die Halle) und wurde ganzheitlich im BIM-Modell berücksichtigt.
 
So wurden einerseits die dynamischen Kräfte der Drehbank im Boden und gleichzeitig die Lasten der Krananlage sicher aufgenommen. Die präzise Kollisionsprüfung sorgte dafür, dass die Kranbahn exakt zwischen Hallendecke und Zugprofil platziert ist.

Projektübersicht

Projekt:

Planung einer zweiten Unterflurradsatzdrehbank für die DB Regio Werkstatt Düsseldorf

Leistungsbild:

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (LP 1-7)
  • Fachplanung Tragwerksplanung (LP 1-7)
  • Fachplanung Technische Ausrüstung (Elektro LP1-7)
  • 3D-Scanning und BIM Modell (3-D Geometrie für die Vorbemerkung)

Fertigstellung:

September 2026

Fakten zur Baumaßnahme:

URD / Arbeitsgrube:

  • 12,5 x 6 Meter Umbaufläche der Arbeitsgrube
  • 36 Bohrpfähle mit 30 cm Durchmesser
  • Bewehrung: ca.12.300 kg
  • Beton: ca. 65,7 m³

Kranbahn:

16 Mirkopfähle zur Gründung
Bewehrung: ca. 750 kg
Beton: ca. 11,5 m³

Projektort:

Harffstraße 10/110, 40591 Düsseldorf, Gleise: 63 & 64

Auftraggeber:

DB Regio AG

Fazit: Generalplanung für Maßarbeit

Die Erweiterung der Unterflurradsatzdrehbank in der DB Regio Werkstatt Düsseldorf um eine zweite URD durch OTTAWA Ingenieure zeigt, wie die Anforderungen an eine moderne Schieneninfrastruktur im Bestand umgesetzt werden können. Durch den Einsatz von 3D-Laserscanning und des fachübergreifenden BIM-Modellings wurden die statischen, logistischen und technischen Risiken der tiefen Baugrube sowie des Brückenkrans frühzeitig ausgeschlossen. Mit diesem Projekt zeigt OTTAWA Ingenieure, wie Generalplanung und digitale Anwendungen für eine ganzheitliche Hallenmodernisierung im laufenden Betrieb reibungslos harmonieren.

Die bauliche Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den ausführenden Unternehmen PORR (Spezialtiefbau) und WALTER GASTHAUS Gleis- und Tiefbau GmbH & Co. KG (Errichtung der Arbeitsgrube).

Kontakt

Bei Fragen helfen wir gerne weiter:
Telefon: +49 (0)208 / 4 10 00 – 0
E-Mail: info@ottawa-ing.de